Vienna faucht und Dampft????????

Hier sollten Fragen bezüglich Kaffeetemperatur oder der Heizung platziert werden

Moderatoren:mbalzen, moquai

JKRastatt
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Vienna faucht und Dampft????????

Beitrag von JKRastatt » 11 Mär 2003, 18:44

Hallo! :D
Vielleicht kann mir ja hier jemand helfen.Habe neuen Boiler eingebaut in Saeco Vienna,der heitz auch wieder wunderbar,aber wenn ich die erste Tasse Kaffee br?he dampft und faucht die Maschine.Das war vorher nicht.Ist da irgendetwas undicht?Auch im Auffangbeh?lter kommen dann keine ganz gepressten Kafferestst?cke sondern es ist zerbr?sselt.Wer wei? Rat????????????? :(

ingo.scheurer
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Beitrag von ingo.scheurer » 22 Mär 2003, 17:52

hallo,

hast du beim thermoblocktausch auch den thermostat getauscht?

die tauschteile ben?tigen teilweise andere thermostate, deshalb werden die normalerweise auch mitgeliefert.

falls nicht, muss ein widerstand in die leitung in reihe geschalten werden, wenn ich es richtig weiss, reduziert sich die temperatur um je ein grad bei ca 100 ohm- das aber bitte nochmals einen fachmann fragen.

ich w?rde auf keinen fall das ger?t in dem jetzigen zustand betreiben, sonst kann die br?hgruppe kaputt gehen, oder vielleicht ein druckschlauch platzen.

viel erfolg beim richten

gruss
ingo

Andy
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Beitrag von Andy » 23 Mär 2003, 01:05

Es gibt neue Boiler, die zu hei? (Auslauf ?ber 95 Grad) werden, da mu? ein Sensor mit Vorwiderstand eingebaut werden (196 OHM).

Mit etwas Geschick... (aber das ist Deine Sache) :D
Gru?
Andreas

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rolfi2
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Gleiches Problem

Beitrag von rolfi2 » 25 Mär 2003, 22:18

Hallo JKRastatt

Ich hatte bei der Vienna genau das gleiche Problem wie Du.

Aus diesem Grund habe ich auch dieses Forum gefunden.
Gratulation dazu!!! Es ist super gemacht.

Bei mir war nach dem Wechseln des Boilers die Temperatur ebenfalls viel zu hoch, obwohl ich den beiliegenden Temperatursensor verbaut habe (mit W?rmeleitpaste und sauber anliegend).

Der neue Sensor hatte einen Widerstand von 100 Ohm in der Leitung.

Der Temperatursensor ist meiner Meinung nach ein KTY 10 von Infineon mit einem Widerstand von 2000 Ohm bei 25 Grad und 3400 Ohm bei 100 Grad.

Ein 100 Ohm Widerstand in der Leitung verschiebt die Temperatur um ca. 5 Grad nach unten.

Ich hatte zuerst ein Potentiometer eingebaut und verschiedene Werte ausprobiert. Dabei ist zu beachten, dass der erste Kaffee nach dem Einschalten heisser ist als die nachfolgenden (Korrektur, da die Br?hgruppe noch kalt ist). Bei meinem Boiler lag der optimale Wert des zus?tzlichen Widerstandes bei 360 Ohm -> Korrektur um ca. 17 Grad nach unten. Die Auslauftemperatur lag danach bei ca. 82 Grad.

Ich kann mir aber nicht erkl?ren was am Boiler ge?ndert wurde, dass er soviel heisser wird. Weiss dazu jemand Bescheid?

Gruss rolfi2

Andy
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Re: Gleiches Problem

Beitrag von Andy » 26 Mär 2003, 22:33

rolfi2 hat geschrieben:Der Temperatursensor ist meiner Meinung nach ein KTY 10 von Infineon mit einem Widerstand von 2000 Ohm bei 25 Grad und 3400 Ohm bei 100 Grad.
Die Werte sind identisch.
rolfi2 hat geschrieben: Ich kann mir aber nicht erkl?ren was am Boiler ge?ndert wurde, dass er soviel heisser wird. Weiss dazu jemand Bescheid?
Mich wundert das auch etwas. Das heisser werden d?rfte ja nicht das Problem sein, denn der Sensor soll ja genau das messen. Eigentlich m?sste sich der Messpunkt ge?ndert haben, wie ich das sehe. Aber klar ist mir das auch nicht.
Ausserdem ist der KTY 10 ja auch nicht ganz linear in diesem Messbereich und wenn ich nun einfach mal die Werte um einen fixen Betrag anhebe? OK, m?sste man mal genauer anschaun
Gru?
Andreas

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Gitty
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Re: Gleiches Problem

Beitrag von Gitty » 27 Mär 2003, 08:04

Andy hat geschrieben: Ausserdem ist der KTY 10 ja auch nicht ganz linear in diesem Messbereich und wenn ich nun einfach mal die Werte um einen fixen Betrag anhebe? OK, m?sste man mal genauer anschaun
Da die Kennlinie des Halbleiter-Temperatursensors KTY10 mit steigenden Temperaturen auch eine gr??ere Steigung aufweist, m?sste (auch ohne Kompensation) der ensprechende Widerstandswert erreicht werden.
Es bleiben also nur noch die M?glichkeiten:
- anderer Messpunkt
- anderes Material des Durchlauferhitzers (W?rmeleitung bzw. -abstrahlung)
- Fehler in der Temperaturauswertung (Konstantstromquelle)
Bei allen M?glichkeiten w?rde ein entsprechender Widerstand in Serie zum KTY10 eine h?here Temperatur simulieren und so Abhilfe schaffen (s.o rolfi2 mit Potentiometer)
Gru?
Gitty

Andy
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Beitrag von Andy » 27 Mär 2003, 08:36

Nat?rlich gr??ere Steigung aber wenn ich mir die Kennlinie so anschaue gibt es in verschiedenen Bereichen starke Steigungsschwankungen. Theorie: Wenn Du z.B. den kritischen Bereich von 80 - 90 Grad in einen Bereich mit Null Steigung verschiebst, hast Du ein Problem.

Das war nur so ein Gedankenspiel. Ich hab mir die Linie in dem Bereich nicht angesehen und ich denke auch, dass es klappt. Aber nachdenken wird man ja d?rfen.:D :D

Kann aber sein, dass ich v?llig irre. Lasse mich gerne ?berzeugen.
Gru?
Andreas

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Gitty
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Beitrag von Gitty » 27 Mär 2003, 10:05

Andy hat geschrieben:Nat?rlich gr??ere Steigung aber wenn ich mir die Kennlinie so anschaue gibt es in verschiedenen Bereichen starke Steigungsschwankungen. Theorie: Wenn Du z.B. den kritischen Bereich von 80 - 90 Grad in einen Bereich mit Null Steigung verschiebst, hast Du ein Problem.
Hallo Andy,
einen Bereich mit Steigung = 0 gibt es bei Halbleitertemperatursensoren im Bereich zwischen -50 bis +150?C nicht, diese Gefahr besteht also h?chstens, wenn ein Zusatzwiderstand parallel geschaltet w?rde. Zwischen +50 und +100?C kann die Kennlinie sogar als ann?hernd linear bezeichnet werden (zumindest ausreichend f?r SAECO-Ger?te.....).
Es gibt aber Varianten des KTY 10 mit folgenden minimalen/maximalen Widerstandswerten f?r +25?C:
KTY 10 : 1920/2080 Ohm

KTY 10-5 : 1950/1990 Ohm
KTY 10-6 : 1980/2020 Ohm
KTY 10-62: 1990/2010 Ohm
KTY 10-7 : 2010/2050 Ohm
Deshalb muss beim Wechsel des Durchlauferhitzers der bisherige Temperatursensor (oder ein neuer gleichen Typs) verwendet werden, es sei denn es gibt eine andere Temperaturverteilung am neuen Geh?use.
Der KTY 10 hat zudem eine relativ gro?e Tr?gheit, nach 4 sec sind erst 63% der Temperatur?nderung in eine Widerstands?nderung umgesetzt. Auch das ist eine Herausforderung an die Findigkeit des SAECO-Softwareteam!
Das war jetzt viel trockene Elektronik, aber was macht man nicht alles f?r einen guten Espresso!
Gru?
Gitty

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Es muss am Boiler liegen

Beitrag von rolfi2 » 27 Mär 2003, 12:32

Hallo Zusammen

Die ganze Problematik kann nicht am Temperatursensor liegen.

Ich hatte zuerst den alten Sensor eingebaut ( die Kabel waren so sch?n verlegt :wink: ). Erst beim ersten Kaffee bemerkte ich, dass die Temperatur viel zu hoch war.

Danach schaute ich mir die beiden Sensoren genauer an und entdeckte den 100 Ohm Widerstand im Kabel des neuen Sensors. Ich habe die beiden Sensoren ausgemessen und bei Raumtemperatur lagen die Werte auch ziemlich genau 100 Ohm auseinander (keine grosse Streuung). Aber diese 100 Ohm zus?tzlich in Serie scheinen noch zuwenig zu sein. :arrow: siehe oben

Es muss also an der Heizleistung des neuen Boilers liegen.

Gruss rolfi2

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Re: Es muss am Boiler liegen

Beitrag von Gitty » 27 Mär 2003, 13:07

rolfi2 hat geschrieben: Es muss also an der Heizleistung des neuen Boilers liegen.
Hallo Rolfi2,
das kann sein, denn hier liegt technisch formuliert eine Zweipunkt-Regelung vor, Stellglied ist die Heizung, Istwert liefert der Sensor und der Sollwert ist durch die Steuerung fest vorgegeben. Da die Steuerung nicht getauscht wurde, wurde damit auch der Sollwert nicht ge?ndert. Der Istwert wurde (beim neuen F?hler) nach oben verschoben, d.h. er meldet eine h?here Temperatur als der alte Sensor.
Ohne sonstige ?nderung m?sste der Regler also mit dem neuen Sensor sogar fr?her abschalten!
Wenn dies nicht der Fall ist, m?ssen sich die sog. Verz?gerungsglieder ge?ndert haben, davon sind zwei vorhanden:
1. Heizung: Die m?sste eine h?here Leistung haben (heizt schneller)
2. Sensorplatzierung: Die m?sste so sein, dass eine gr?ssere Tr?gheit bei der Temperaturerfassung vorliegt
Vielleicht wirken auch beide Faktoren gemeinsam!
Gru?
Gitty

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Nach soviel Theorie einen Kaffee

Beitrag von rolfi2 » 27 Mär 2003, 13:28

Hallo Gitty

Das ist ne perfekte Antwort. Ich stimme Dir zu.

Nach soviel Theorie geniesse ich nun aber einen Kaffee!!!

Einen Nespresso Arpeggio !!! Meiner Meinung nach der beste aber auch teuerste Kaffee. :lol:

Gruss rolfi2

Gitty
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Re: Nach soviel Theorie einen Kaffee

Beitrag von Gitty » 27 Mär 2003, 15:18

rolfi2 hat geschrieben: Nach soviel Theorie geniesse ich nun aber einen Kaffee!!!
Einen Nespresso Arpeggio !!! Meiner Meinung nach der beste aber auch teuerste Kaffee. :lol:
Da w?rde mich nur interessieren, wie Du die Nespressokapsel in die VIENNA-Br?hgruppe einlegst, l?ngs oder quer :lol:

Gru? - auch an die Genie?er der restlichen tausend besten Kaffeesorten!
Gitty

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Ganz einfach

Beitrag von rolfi2 » 27 Mär 2003, 15:49

Hallo Gitty

Die Vienna geh?rt nicht mir. Ich habe mit der Reparatur nur jemandem "rasch" einen Gefallen getan.

Ich hab zu Hause eine Turmix Nespresso. Die ist einfach aufgebaut und funktioniert zuverl?ssig.

Gruss rolfi2 :D

Gitty
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Duales System

Beitrag von Gitty » 27 Mär 2003, 16:29

Alles klar - aber umweltbewu?t die Leer-Kapselproduktion bitte nicht ?bertreiben!
Gru?
Gitty

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Beitrag von Andy » 27 Mär 2003, 23:10

Gitty hat geschrieben: einen Bereich mit Steigung = 0 gibt es bei Halbleitertemperatursensoren im Bereich zwischen -50 bis +150?C nicht
Ich zeige immer gerne Extrembeispiele auf (wenn auch realit?tsfremd) um meinem Gegen?ber die Problematik zu verdeutlichen. Aber danke f?r die Belehrung und die Info.
Aber bei meinen ?berlegungen hatte ich die Tr?gheit des Sensors gar nicht beachtet. Stimmt, gar nicht unwesentlich.
Gru?
Andreas

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